Wie Asklepios mit KI-gestützter Planung Instandhaltung und ESG-Ziele effizient steuert
Rund 300 Gebäude, ein gemeinsamer Budgettopf und nach Bericht von Der Facility Manager jetzt der Versuch, die immer gleiche Frage endlich datenbasiert zu beantworten: Was wird zuerst gemacht?
Gereon Thielen, Experte für ganzheitlichen Gebäudeunterhalt und Handwerksmeister·aktualisiert 16. September 2026

Der Klinikkonzern Asklepios setzt dafür auf das deutsch-norwegische KI-Unternehmen Waiys und die Immobilienberatung sh+. Fakt ist: Wer ein Portfolio dieser Größe trägt, kennt das Dilemma zwischen Energieeffizienz, Instandhaltung und knappen Budgets.
Was die Anwendung wirklich leisten soll
Laut Der Facility Manager geht es nicht um eine weitere bunte Datenwolke, sondern um eine konkrete Priorisierungslogik. Die Klinikleitungen sollen auf Knopfdruck sehen, welche Instandhaltungs-, Energieeffizienz- und Substitutionsmaßnahmen bei vorgegebenem Budget den größten Hebel bringen. Julian Schmitt, Leiter der Stabsstelle ESG bei Asklepios, bringt es im Bericht so auf den Punkt: „Mit der neuen Lösung können wir Daten deutlich strukturierter auswerten und schneller erkennen, welche Maßnahmen bei einem gegebenen Budget den größten Nutzen bringen. Gleichzeitig reduzieren wir Medienbrüche und uneinheitliche Datenstände und entlasten unsere Verantwortlichen vor Ort."
Prüfen Sie zuerst, wenn Sie so etwas hören: Hier entscheidet keine KI, was gebaut wird. Sie liefert eine belastbare Reihenfolge – genau die Liste, die Hausmeister und Facility Manager heute in Excel freihändig pflegen, nur endlich mit Begründung statt Bauchgefühl.
Welche Daten tatsächlich in die Waagschale fallen
In das System fließen nach Angabe des Berichts Gebäudestammdaten, Informationen zu Energiesystemen und Gebäudezustand, Energieverbrauchsdaten sowie Standardpreise für Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen. Hinzu kommen Investitionskosten und Maßnahmen zur Senkung von Treibhausgasemissionen und Energiekosten. In späteren Schritten sollen zusätzliche Datenquellen angebunden werden, etwa bestehende Facility-Management-Systeme.
Genau hier wird es für unsereins interessant. Wer Taupunkt, Heizlast und Wartungsintervalle sauber dokumentiert, statt nur „Funktioniert irgendwie" zu notieren, gewinnt in solchen Modellen enorm. Fehlt die Datenbasis, wird auch die beste KI zum Kostengrab – sie rechnet Ihre Lücken später gnadenlos mit, nur eben teurer.
Was Hausmeister und Eigentümer daraus mitnehmen
Die Lösung bleibt vorerst ein Klinikprojekt – keine KMU-Software von der Stange. Aber das Prinzip ist übertragbar, und genau das macht den Wert für unsere Leser aus: Eine Logik, die Energiekosten, baulichen Zustand und ESG-Vorgaben gegeneinander aufrechnet, ist kein Hexenwerk, sondern eine ehrliche Tabellenstruktur mit nachvollziehbaren Annahmen. Wer ein kleineres oder mittleres Portfolio betreut, sollte sich heute schon fragen, wo Datenlücken noch per Hand und mit Bauchgefühl überbrückt werden. Genau dort entstehen die versteckten Mängel, die später richtig Geld kosten.
Ich bleibe dran. Sobald die ersten Asklepios-Standorte belastbare Zahlen aus dem Regelbetrieb liefern, lesen Sie es hier – mit ehrlicher Einordnung und ohne Marketing-Blech.