Erster gefma Roundtable für Kommunen als Präsenzveranstaltung in Offenbach
August 2026 bringt der Branchenverband gefma den Roundtable Kommunen erstmals als Präsenzveranstaltung in Offenbach am Main auf den Weg.
Gereon Thielen, Experte für ganzheitlichen Gebäudeunterhalt und Handwerksmeister·aktualisiert 13. August 2026

Vier Themen, ein Tisch, ein Tag: Am 27. August 2026 bringt der Branchenverband gefma den Roundtable Kommunen erstmals als Präsenzveranstaltung in Offenbach am Main auf den Weg. Nach dem ersten Online-Treffen ist das der Versuch, den kommunalen Facility Managern die großen Brocken vorzulegen, die im Alltag zwischen Vergaberecht und knappen Budgets liegen: Betreiberverantwortung, Digitalisierung, Ausschreibung und planungs- und baubegleitendes Facility Management. Fakt ist: Wer öffentliche Liegenschaften betreut, kennt das Problem. Aus einem simplen Wartungsintervall wird schnell ein Kostengrab, wenn Dokumentation und Verkehrssicherungspflicht nicht lückenlos sind.
Was am Vormittag auf den Tisch kommt
Mal ehrlich – der Ort ist nicht zufällig gewählt. Das Bildungszentrum des Deutschen Wetterdienstes im neuen LEIQ am Offenbacher Kaiserlei ist erst im vergangenen Jahr dorthin gezogen und bietet den Rahmen für genau diesen Schwung aus dem digitalen Auftakt. Am Vormittag stehen laut gefma die vier genannten Brocken im Mittelpunkt. Konkret angekündigt sind unter anderem Annette von Hagel von Circular Building mit einem Beitrag zur Digitalisierung sowie Prof. Dr. Michael Simon von der Hochschule RheinMain zur Betreiberverantwortung. Das sind keine Sonntagsreden, das sind die Themen, an denen sich Hausmeister und Gebäudedienstleister täglich die Zähne ausbeißen.
Prüfen Sie zuerst, wer in Ihrer Liegenschaft überhaupt die Verkehrssicherungspflicht trägt und ob die Dokumentation im Wartungsbuch lückenlos ist. Wer beim Roundtable von anderen Kommunen hört, wie sie Betreiberverantwortung rechtssicher und gleichzeitig wartungsfreundlich aufgestellt haben, spart im Zweifel mehrere Tage Aktenarbeit. Genau dafür ist ein solches Format gedacht – nicht für warme Worte, sondern für überprüfbare Abläufe.
Was die Workshops leisten müssen
Am Nachmittag wechselt das Format, wie gefma mitteilt: weg von der Bühne, hin zu interaktiven Workshops. Erfahrungen aus unterschiedlichen Kommunen sollen gebündelt und in praxisnahe Lösungsansätze überführt werden. Genau da wird es spannend. Theorie kenne ich genug – was ich brauche, sind die Kollegen aus anderen Stadtwerken, die mir ehrlich erzählen, wo es bei der Vergabe geklemmt hat und wie sie es beim nächsten Mal besser machen. Bonuspunkt für jeden, der konkretes Zahlenmaterial zu Reinigungsintervallen, Kehrzeiten oder Grünpflege mitbringt.
Mein vorläufiges Fazit: Wenn gefma den Schwung aus dem digitalen Auftakt mitnimmt und die Workshops nicht zur Alibi-Veranstaltung verkommen, kann das ein Format werden, das den Alltag in der Objektbetreuung tatsächlich verändert. Wer einen Platz will, sollte sich nicht zu viel Zeit lassen – der Termin läuft am 27. August 2026 von 9:30 bis 16:30 Uhr, ausgerichtet vom gefma Deutscher Verband für Facility Management.