Wie Fagerhult und Zumtobel offene Standards für intelligente Gebäude definieren
Laut highlight-web.de und dem i-Magazin arbeiten Fagerhult und Zumtobel an der Zukunft offener Smart-Building-Standards. Im Mittelpunkt steht ein offener Beleuchtungsstandard für intelligente Gebäude.
Gereon Thielen, Experte für ganzheitlichen Gebäudeunterhalt und Handwerksmeister·aktualisiert 09. August 2026

Für Eigentümer und Betreiber ist das deshalb relevant, weil Beleuchtung nicht mehr nur als einzelne technische Anlage betrachtet wird, sondern als Teil einer übergeordneten Gebäudeplanung.
Offene Standards statt technischer Sackgasse
Fakt ist: Bei der Modernisierung eines Gebäudes entscheidet sich die langfristige Alltagstauglichkeit nicht allein an der Leuchte. Entscheidend ist, wie gut sich die Technik in die bestehende und künftige Gebäudeautomation einfügt. Ein offener Standard soll genau an dieser Stelle ansetzen.
Die Meldungen ordnen die gemeinsame Arbeit von Fagerhult und Zumtobel in den Bereich der herstellerübergreifenden Smart-Building-Kommunikation ein. Das klingt zunächst nach Softwarethema. In der Praxis landet die Sache jedoch beim Betreiber, beim Facility-Management und irgendwann beim Hausmeister, der eine Störung finden soll, ohne dafür drei Herstellerportale und ein Handbuch aus dem Jahr 2018 zu durchsuchen.
Ein offener Ansatz kann die Auswahl bei späteren Umbauten erleichtern. Er schafft aber nicht automatisch eine funktionierende Anlage. Zwischen einem Standard auf dem Papier und einer sauber laufenden Gebäudeautomation liegen Planung, Parametrierung, Dokumentation und regelmäßige Kontrolle. Wer diese Punkte überspringt, baut sich kein intelligentes Gebäude, sondern ein digitales Kostengrab.
Was Eigentümer bei der Planung prüfen sollten
Prüfen Sie zuerst, welche Rolle die Beleuchtung im Gebäude tatsächlich spielen soll. Geht es nur um Schalten und Dimmen? Oder soll die Beleuchtung Bestandteil einer umfassenderen Smart-Building-Struktur werden? Diese Unterscheidung gehört in die Planung, nicht erst in die Fehlersuche.
Ebenso wichtig ist die Frage, ob die eingesetzte Lösung offen dokumentiert ist und sich mit anderen Systemen verbinden lässt. Der Begriff „offener Standard“ ist dabei kein Freibrief. Lassen Sie sich konkret zeigen, welche Daten ausgetauscht werden können, welche Schnittstellen vorgesehen sind und wer die Anlage nach der Übergabe betreut.
Für die Gebäudereinigung und den technischen Hausmeisterdienst klingt das zunächst trocken. Ist es auch. Aber eine nachvollziehbare Gebäudeautomation wirkt sich direkt auf Wartungsintervalle, Störungsmeldungen und die Übersicht im laufenden Betrieb aus. Je klarer die technische Struktur, desto weniger Zeit geht bei der Suche nach Ursachen verloren.
Der Standard allein hält keine Anlage in Schuss
Die Meldungen sind als Branchensignal interessant, nicht als fertige Lösung für jedes Objekt. Offene Smart-Building-Standards können die technische Abhängigkeit von einzelnen Anbietern verringern. Ob das im konkreten Gebäude gelingt, hängt von der Qualität der Planung und der späteren Betreuung ab.
Bei einer Neuinstallation sollte deshalb nicht nur der Anschaffungspreis auf dem Angebot stehen. Auf den Tisch gehören auch Dokumentation, Zugänge, Zuständigkeiten, Wartungsintervalle und die Frage, wie ein späterer Austausch einzelner Komponenten abläuft. Fehlt diese Klarheit, hilft auch der modernste Standard wenig.
Mein praktischer Rat: Nicht vom Etikett „smart“ beeindrucken lassen. Prüfen Sie, ob die Anlage verständlich dokumentiert ist, ob die beteiligten Systeme zusammenpassen und ob ein Techniker im Störungsfall tatsächlich an die relevanten Informationen kommt. Intelligenz im Gebäude zeigt sich nicht in der Präsentation. Sie zeigt sich am Dienstagmorgen, wenn eine Leuchtengruppe ausfällt und die Ursache ohne Rätselstunde gefunden wird.