Wärmepumpen-Installation: Warum Liekam Haustechnik strengere Kontrollen fordert
Wie das Fachportal businessportal24 unter Berufung auf das Unternehmen Liekam Haustechnik berichtet, fordert der Heiztechnik-Anbieter wirksame Kontrollen für den Einbau von Wärmepumpen.
Gereon Thielen, Experte für ganzheitlichen Gebäudeunterhalt und Handwerksmeister·aktualisiert 18. August 2026

Der Wärmepumpen-Boom hat seine Schattenseiten - und sie zeigen sich überall dort, wo Anlagen ohne die nötige Sorgfalt montiert werden. Wie das Fachportal businessportal24 unter Berufung auf das Unternehmen Liekam Haustechnik berichtet, fordert der Heiztechnik-Anbieter wirksame Kontrollen für den Einbau von Wärmepumpen. Wer als Eigentümer oder Verwalter gerade über eine Anschaffung nachdenkt, sollte das Signal nicht als Presseerklärung abtun, sondern als praktische Warnung verstehen.
Warum der Boom ins Auge geht
Die Nachfrage nach Wärmepumpen ist ungebrochen. Fördertöpfe, steigende Energiepreise und der Wunsch nach mehr Autarkie treiben den Markt - und genau diese Dynamik produziert die typischen Begleiterscheinungen: überlastete Handwerksbetriebe, schnelle Montagen, gut geschulte Verkäufer statt gelernter Installateure. Liekam Haustechnik bringt das offen auf den Punkt und fordert eine wirksamere Aufsicht bei der Installation. Aus Handwerkersicht längst überfällig, denn die Fehler von heute zahlen die Eigentümer von morgen.
Was in der Praxis immer wieder schiefgeht
Wer regelmäßig auf Objekten unterwegs ist, sieht die Schadensbilder im Halbjahrestakt: nicht abgeglichene Hydraulik, zu kleine Pufferspeicher, falsch dimensionierte Heizflächen, fehlende Wartungszugänge. Der Klassiker bleibt die Schallthematik - eine Wärmepumpe, die den Nachbarn in der Nacht wachhält, wird rasch zum Mietrechts- und Streitthema in der Eigentümerversammlung. Hinzu kommen schlampige Elektroinstallationen und die legendäre "läuft schon"-Mentalität bei der Inbetriebnahme. Fakt ist: Eine Wärmepumpe ist kein Kühlschrank. Wer sie wie ein Plug-and-Play-Gerät behandelt, gräbt sich ein Kostengrab, das über Jahrzehnte Zinsen kostet.
Worauf Sie jetzt bestehen sollten
Bevor der Auftrag unterschrieben wird: Handwerker im Installateurverzeichnis Ihres Netzbetreibers prüfen, schriftliche Heizlastberechnung verlangen, Inbetriebnahmeprotokoll mit Messwerten einfordern. Fragen Sie konkret nach dem hydraulischen Abgleich - wer hier ausweicht, hat seine Hausaufgaben nicht gemacht. Lassen Sie sich die Schallwerte für Ihren konkreten Aufstellort bestätigen, nicht nur die Normwerte aus dem Datenblatt. Ob die von Liekam Haustechnik angemahnten Kontrollen kommen, bleibt abzuwarten. Ihre eigene Sorgfalt können Sie dagegen heute schon walten lassen.