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Eine Kolumne von Gereon Thielen

Meldung

Sanitärreinigung in Immobilien: Warum Hygiene tiefer geht als der Glanz

Ein Bericht auf reminetwork.com greift derzeit das Thema Sanitärreinigung unter dem Titel "Elevating standards and protecting health" auf.

Gereon Thielen, Experte für ganzheitlichen Gebäudeunterhalt und Handwerksmeister·aktualisiert 17. August 2026

Sanitärreinigung in Immobilien: Warum Hygiene tiefer geht als der Glanz

Auf einer Objektbegehung letzte Woche sah ich das handwerklich bestätigt: ein Mietobjekt mit frisch geputzten Toiletten, glänzenden Armaturen – und ein Abfluss, der seit Monaten nicht entkalkt wurde. Der Eigentümer wundert sich über muffigen Geruch im Treppenhaus. Fakt ist: Das Problem liegt nicht in der Heizung. Es liegt in den Siphons und in den Silikonfugen, die seit der letzten Grundreinigung niemand mehr angeschaut hat.

Was "höherer Standard" wirklich heißt

Sauber ist, was glänzt. Hygienisch rein ist, was die Keimbelastung tatsächlich senkt. In der Sanitärreinigung klafft zwischen beidem eine Lücke, die ich auf fast jedem Objekt sehe:

  • Kalk- und Urinstein regelmäßig entfernen – nicht erst, wenn der Strahl nachlässt oder der Siphon glitschig wird.
  • Fugen und Silikonfugen auf Schimmel prüfen. Das ist die typische Kostengrabstelle, die Eigentümer am liebsten übersehen, weil "man da halt nicht so genau hinschaut".
  • Kontaktflächen wie Türklinken, Spülknöpfe und Spender nicht nur oberflächlich, sondern mit wirksamen Mitteln behandeln.
  • Trocknungszeit einplanen – nach dem Wischen ist vor dem Schimmel.

Ich sage meinen Kunden seit Jahren dasselbe: Prüfen Sie zuerst die Fugen und den Siphon. Wer dort investiert, spart sich später die Diskussion über die Lüftung.

Raumluft und Feuchtigkeit – das unterschätzte Thema

Neben der Sanitärreinigung rückt die Raumluftqualität stärker in den Fokus. Ein aktuelles Schulungsmaterial von Cochrane & Associates, verbreitet über PRLog, behandelt die Frage, wie man die Raumluft nach Wasserschäden schützt. Was dort für den Katastrophenfall diskutiert wird, gilt im Kleinen auch für jeden Waschraum und jeden schlecht belüfteten Sanitärbereich.

Stehende Nässe in Siphons, poröse Fugen, Kondenswasser an kalten Außenwänden – das sind nicht nur kosmetische Themen. Das ist der Nährboden, auf dem Schimmelpilze wachsen, deren Sporen anschließend über die Lüftung in die Wohnungen wandern. Der Taupunkt in einem schlecht belüfteten Bad richtet hier mehr Schaden an, als die meisten Eigentümer ahnen.

Was Sie konkret anpacken sollten

Aus der Praxis, ohne Schönfärberei:

1. Wartungsintervall verkürzen. Was bisher wöchentlich passiert, gehört auf die Tagesordnung. Fugen und Siphons mindestens monatlich kontrollieren.

2. Auf Wirksamkeit achten, nicht auf Werbeversprechen. Nicht jedes Produkt, das als "desinfizierend" beworben wird, senkt die Keimzahl nachweislich. Beim Reinigungslieferanten nach Wirksamkeitsnachweisen fragen.

3. Lüftung prüfen, bevor Sie chemisch aufrüsten. Ein trockener Raum ist hygienischer als einer, der nur mit Duftstoffen überdeckt wird.

4. Dokumentation ernst nehmen. Nicht als Bürokratie, sondern als Nachweis bei Mietstreitigkeiten und für die eigene Qualitätskontrolle.

Fakt ist: Wer beim Sanitärunterhalt nur an "Putzen" denkt, übersieht den größeren Teil der Arbeit. Die Standards steigen – und das ist gut so. Wer jetzt anfängt, systematisch zu reinigen statt nur zu wischen, hat in fünf Jahren weniger Mieterbeschwerden, weniger Geruchsprobleme und ein Gebäude, das tatsächlich gepflegt riecht statt nur chemisch überdeckt.

Nehmen Sie sich diese Woche eine Stunde Zeit, gehen Sie durch die Sanitärräume Ihrer Objekte und schauen Sie genau auf die Fugen. Was Sie dort finden, sagt Ihnen mehr als jedes Schulungsvideo.