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Eine Kolumne von Gereon Thielen

Meldung

gedatec 2026: Warum die neue Fachmesse für Hausmeister und Objektbetreuer unverzichtbar ist

Oktober 2026 in Berlin bündelt nach den Angaben des SHK-Journals erstmals Elektro-, SHK- und Dachhandwerk auf einer gemeinsamen Plattform.

Gereon Thielen, Experte für ganzheitlichen Gebäudeunterhalt und Handwerksmeister·aktualisiert 16. August 2026

gedatec 2026: Warum die neue Fachmesse für Hausmeister und Objektbetreuer unverzichtbar ist

Die neue Fachmesse gedatec vom 13. bis 15. Oktober 2026 in Berlin bündelt nach den Angaben des SHK-Journals erstmals Elektro-, SHK- und Dachhandwerk auf einer gemeinsamen Plattform. Über 300 Aussteller in sechs Hallen, eine Weiterentwicklung der belektro. Klingt nach nüchterner Messeankündigung — ist aber für jeden Hausmeister und Objektbetreuer relevant, der mit den Reibungsverlusten zwischen den Gewerken zu tun hat. Fakt ist: Die meisten Instandhaltungskonflikte entstehen genau dort, wo Elektriker, Heizungsbauer und Dachdecker nicht miteinander reden.

Warum ich hinfahren würde (und Sie vielleicht auch)

Die gedatec versteht sich nicht als reine Produktschau. Das Fachprogramm setzt dort an, wo es in der Praxis wehtut: VDE-Normen und elektrische Sicherheit gehören genauso auf den Plan wie Trinkwasserhygiene (15.10.), Lüftungstechnik oder das Zusammenspiel von Wärmepumpe, Photovoltaik und Ladeinfrastruktur. Wer ein Gebäude betreut, in dem PV-Anlage, Wärmepumpe und Wallbox gleichzeitig laufen, weiß: Ohne Abstimmung wird das ein Kostengrab. Das ELEKTRO+ und WÄRME+ Forum am 14.10. adressiert genau diese Schnittstelle.

Auch das Dach-Forum steht bei mir oben auf der Liste. Es bildet den gesamten Zyklus eines Dachdeckerauftrages ab — von der gewerkeübergreifenden Planung über die Erstellung bis zur Entsorgung. Gerade bei PV auf Bestandsdächern entscheidet die Gebäudehülle über Ertrag und Lebensdauer. Wer hier nicht den Taupunkt und die Kapillarwirkung im Griff hat, zahlt am Ende doppelt.

Was ich mir konkret anschaue

Das Forum Digitalisierung im Handwerk interessiert mich ehrlich gesagt mehr als es klingt. KI im Handwerksalltag ist kein Werbeversprechen mehr, sondern Werkzeug — vorausgesetzt, man nutzt es richtig. Gleiches gilt für Drohnen bei der Dachinspektion: Gerade bei größeren Objekten werden sie Pflicht, wenn man Wartungsintervalle wirtschaftlich halten will.

Das E-Haus des ZVEH zeigt als vernetztes Gesamtsystem, was passiert, wenn alle Gewerke zusammenarbeiten. Smart Home, Wärmepumpe, PV, Speicher, Gebäudeautomation — live und zum Anfassen. Für mich der praktischste Teil der Messe, weil dort endlich sichtbar wird, was sich auf dem Papier so leicht verschiebt: die Verantwortung zwischen den Gewerken.

Daneben gibt es noch das Startup Areal der VDZ für junge Unternehmen, das eMO-Forum zur Elektromobilität am 14.10. und das Forum Brandschutz am 15.10. — alles Themen, die früher oder später auch in Ihrem Objekt auf dem Tisch landen. Wenn Sie also im Oktober in Berlin sind: Prüfen Sie zuerst das Programmheft, nicht den Katalog der Aussteller. Die Aussteller können warten — das Programm nicht.