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Mehr Wohnwert durch professionelle Pflege.

Eine Kolumne von Gereon Thielen

Meldung

Wie Robotik die Automatisierung in der Gebäudereinigung effizient vorantreibt

Das neue Lünendonk-Whitepaper „Servicerobotik für den professionellen Immobilienbetrieb", erstellt mit dem Facility-Riesen Wisag, schiebt das Thema Automatisierung im Gebäudebetrieb weiter in die Praxis.

Gereon Thielen, Experte für ganzheitlichen Gebäudeunterhalt und Handwerksmeister·aktualisiert 29. Juli 2026

Wie Robotik die Automatisierung in der Gebäudereinigung effizient vorantreibt

Wie das Paper zeigt, bleibt die Gebäudereinigung das wichtigste Einsatzfeld, doch die entscheidende Frage ist nicht ob, sondern wo ein Roboter wirklich Sinn ergibt. Für Hausverwaltungen und Eigentümer kleinerer bis mittlerer Objekte heißt das vor allem: nicht jedem Hype hinterherlaufen, sondern zuerst prüfen, ob die Rahmenbedingungen am eigenen Objekt überhaupt passen.

Wo der Roboter arbeitet, arbeitet er planbar

Die derzeit offensichtlichste Anwendung ist die automatisierte Bodenreinigung. In Flughafenterminals, Einkaufszentren, Krankenhäusern, Logistikimmobilien und Bürocamps läuft das bereits, weil dort die Flächen groß, homogen und gut strukturiert sind. Stefan Schubert von Lünendonk bringt es auf den Punkt: „Reinigungsrobotik ist der erste praktische Schritt zu Smart Cleaning." Stimmt, aber nur unter Bedingungen, die viele Bestandsimmobilien schlicht nicht erfüllen.

Fakt ist: Ein Reinigungsroboter funktioniert zuverlässig, wenn der Boden konstant beschaffen ist, keine losen Kabel herumliegen und die Wege frei von Hindernissen bleiben. Enge Türrahmen, Schwellen über zwei Zentimeter, verwinkelte Flure oder ständig wechselnde Möblierung sind K.O.-Kriterien. Prüfen Sie zuerst Ihr Objekt, nicht das Werbevideo.

Was die Maschine nicht abdeckt

So verlockend das Bild vom Roboter im Treppenhaus klingt, die Lünendonk-Übersicht benennt die Grenzen klar: Servicerobotik ist heute Ergänzung, keine Substitution. Kantenarbeiten, Glasflächen, Sanitärbereiche und alle Ecken, die der Saugroboter nicht erreicht, bleiben Handarbeit. Auch Logistik und Grünpflege werden zwar als Anwendungsfelder genannt, stecken aber erkennbar in Pilotphasen. Wer jetzt schon den kompletten Hausmeisterservice durch Automatisierung ersetzen will, baut sich ein neues Kostengrab.

Worauf es jetzt ankommt

Für die meisten Objekte, die unsere Leser betreuen, ist die wichtigste Frage: Hält mein Dienstleister das Equipment tatsächlich vor, oder verkauft er mir nur den Trend? Immerhin liefert die neue „Marktübersicht Facility Services Anbieter 2026" von Der Facility Manager, erstellt mit CBRE, erstmals vergleichbare Daten zu Nachhaltigkeit und Digitalisierung bei 24 Anbietern. Genau dort lässt sich gezielt nachfragen, welche Roboter im Einsatz sind, wer die Wartung übernimmt und welche Folgekosten entstehen, wenn die Technik ausfällt. Denn ein Roboter, der bei Störung drei Tage stillsteht, kostet am Ende mehr als eine Reinigungskraft, die morgens nur den Schlüssel umdreht.