Gereon Thielen, Experte für ganzheitlichen Gebäudeunterhalt und Handwerksmeister
21. September 2026 · 14 Min. Lesezeit
Schnorcheln in Marsa Alam Preise: Was der Ausflug wirklich kostet
Wer nach Schnorcheln in Marsa Alam Preisen sucht, findet zunächst einfache Angebote und glaubt, das Thema sei damit erledigt. Ist es nicht. Der ausgeschriebene Tourpreis ist oft nur die erste Position auf der Rechnung.

Dazu können Transferaufschläge, Strand- oder Nationalparkgebühren, Ausrüstungsverleih und Trinkgeld kommen.
Tickets und Preise
Schnorcheln in Marsa Alam
I
Sparen
Offizielle Kasse und Online-Kauf
- Erwachsene 520.99 EGP
520.99 EGP
Offizielle WebsiteII
Sonstiges
Schnorchel- oder Tauchtour · 8 Stunden
Dieser 8-stündige Ausflug bietet drei Optionen zum Schnorcheln oder Tauchen an Korallengärten sowie ein inbegriffenes Mittagessen.
III
Bootsfahrt
Bootstour · 8 Stunden mit Verpflegung
Diese 8-stündige Bootstour bietet Schnorcheln, Schnuppertauchen oder zertifiziertes Tauchen inklusive Mittagessen und Getränken an Bord.
Fakt ist: Ein Schnorchelausflug in Marsa Alam lässt sich gut planen, wenn man nicht nur auf die große Zahl im Angebot schaut. Entscheidend ist, welches Ziel angefahren wird, ob der Transfer vom Hotel eingeschlossen ist und ob es sich um einen halben Tag am Ufer oder eine ganztägige Bootstour handelt. Der Rest ist saubere Kalkulation. Keine Zauberei, nur lesen, was tatsächlich enthalten ist.
Der Einstieg: Was ein normaler Schnorchelausflug kostet
Die günstigste Variante ist meist ein geführter Ausflug zu einem gut erreichbaren Riff oder eine einfache Tour vom Strand aus. Solche Angebote beginnen typischerweise im unteren zweistelligen Eurobereich pro Person. Häufig sind der Hoteltransfer, ein Guide und Erfrischungen bereits Bestandteil des Pakets.
Das klingt zunächst übersichtlich. Trotzdem lohnt ein genauer Blick auf die Formulierung. Ein Transfer kann eingeschlossen sein, aber nur für Hotels in der näheren Umgebung. Wer in einer weit südlich oder nördlich gelegenen Anlage wohnt, landet schnell in einer anderen Preiskategorie. Das ist kein Trick, sondern eine Folge der langen Fahrstrecken entlang der Küste. Trotzdem sollte der Aufpreis vor der Buchung klar auf dem Tisch liegen.
Bei einer klassischen Schnorcheltour ab Marsa Alam sollte man mindestens diese Punkte auseinanderhalten:
- Uferausflug: Kurze Anfahrt, meist weniger organisatorischer Aufwand, häufig günstiger. Dafür ist das Schnorchelgebiet stark von Wind, Wellengang und Zugang zum Strand abhängig.
- Bootsausflug: Mehr Zeit auf dem Wasser, Zugang zu entfernteren Riffen und oft mehrere Schnorchelstopps. Dafür kommen Bootslogistik und gegebenenfalls Hafen- oder Schutzgebietsgebühren hinzu.
- Ganztägige Tour: Mittagessen, Getränke und Ausrüstung sind oft enthalten. Der Tag ist länger, die Strecke größer und der Preis entsprechend höher.
- Private Tour: Mehr Flexibilität bei Abfahrtszeit und Aufenthaltsdauer. Der Gesamtpreis kann sich lohnen, wenn mehrere Personen gemeinsam buchen. Für Einzelreisende ist diese Variante nicht automatisch wirtschaftlich.
Ich würde bei der Auswahl nicht zuerst auf den niedrigsten Preis schauen. Prüfen Sie zuerst, ob das Angebot zum eigenen Hotel und zur eigenen Kondition passt. Ein scheinbar günstiger Ausflug mit langem Transfer, engem Zeitplan und schlecht passender Ausrüstung ist kein Schnäppchen. Er ist nur ein günstiger Weg, sich über den eigenen Urlaub zu ärgern.
Der ausgeschriebene Preis ist nicht die Ausflugskosten. Er ist der Anfang der Rechnung.
Bootstouren nach Hamata, Sataya und zum Dolphin House
Die größeren Preisunterschiede entstehen bei den Zielen. Ein kurzer Ausflug an ein küstennahes Riff ist nicht mit einer Tagestour zu den Hamata-Inseln oder zum Sataya-Riff vergleichbar. Wer die Kosten für Bootstouren in Marsa Alam einschätzen will, muss deshalb immer das Ziel mitdenken.
Hamata-Inseln: mehr Strecke, mehr Zeit auf dem Wasser
Die Hamata-Inseln liegen deutlich südlich von Marsa Alam und werden meist im Rahmen eines kompletten Tagesausflugs besucht. Solche Touren beinhalten typischerweise den Transfer, die Bootsfahrt, mehrere Schnorchelstopps, Mittagessen und die notwendige Ausrüstung.
Der höhere Preis gegenüber einem einfachen Uferausflug erklärt sich durch mehrere Faktoren:
1. Der Transfer zum Ausgangshafen kann lang sein.
2. Das Boot ist den ganzen Tag im Einsatz.
3. Treibstoff, Crew und Verpflegung müssen kalkuliert werden.
4. Für Schutzgebiete können zusätzliche Gebühren anfallen.
5. Die Tour ist wetter- und seegangsabhängiger als ein kurzer Strandbesuch.
Die Hamata-Tour ist daher vor allem für Reisende interessant, die den Ausflug selbst als Hauptprogrammpunkt sehen. Wer nur eine Stunde im Wasser verbringen möchte, bezahlt hier unter Umständen für einen kompletten Tag, obwohl er ihn gar nicht nutzen will. Das ist wie eine komplette Dachsanierung zu bestellen, wenn eigentlich nur eine lose Dachpfanne klappert: fachlich möglich, wirtschaftlich fragwürdig.
Sataya-Riff und Dolphin House
Das Sataya-Riff, auch als Dolphin House bekannt, gehört zu den bekannten Zielen für einen Schnorchelausflug im Roten Meer. Die Region wird wegen der möglichen Begegnungen mit Delfinen angefahren. Möglich ist hier das entscheidende Wort.
Delfine leben in freier Wildbahn. Es gibt keine belastbare Garantie, dass sie bei jeder Tour auftauchen, lange in der Nähe bleiben oder sich gut beobachten lassen. Veranstalter können Erfahrungswerte haben und bestimmte Gebiete gezielt ansteuern. Eine Sichtung bleibt trotzdem eine Sichtung und kein bestelltes Programmpaket.
Das gilt auch für Meeresschildkröten, Dugongs und besonders klare Sicht. Wer ein Angebot bucht, sollte daher zwischen dem Zielgebiet und einer garantierten Tierbeobachtung unterscheiden. Das Ziel kann feststehen. Das Tier entscheidet selbst. Zum Glück, sonst wäre es kein Wildtier mehr.
Für Sataya gibt es neben Tagestouren auch mehrtägige Varianten mit Übernachtung an Bord. Diese Ausflüge liegen naturgemäß in einer höheren Preisklasse. Dafür entfällt ein Teil des Zeitdrucks, und die Tour kann mehrere Riffe oder längere Aufenthalte am Schnorchelplatz einschließen. Der Mehrpreis entsteht nicht nur durch die Übernachtung, sondern auch durch die längere Nutzung des Bootes, die Verpflegung und die größere Entfernung.
Marsa Mubarak: einfacher erreichbar, aber nicht automatisch billig
Marsa Mubarak ist ein häufig angebotenes Ziel für Schnorcheln und Tauchen in der Region. Der Ort ist für die Möglichkeit bekannt, Meeresschildkröten und mit etwas Glück auch einen Dugong zu sehen. Auch hier gilt: Die Tiere sind nicht bestellt und erscheinen nicht nach Fahrplan.
Ein Ausflug nach Marsa Mubarak kann als Bootstour mit Mittagessen und Ausrüstung gebucht werden. Manche Angebote kombinieren Schnorcheln und Tauchen. Wer nur schnorcheln möchte, sollte darauf achten, ob die Tauchkomponente den Ablauf verlängert oder den Preis beeinflusst, ohne einen echten Mehrwert zu bringen.
Für Familien oder Reisende mit wenig Erfahrung ist Marsa Mubarak oft praktischer als eine sehr lange Offshore-Tour. Die Entscheidung hängt aber von Hotelstandort, Abfahrtszeit und Seegang ab. Der Name des Ziels allein sagt wenig über die tatsächliche Qualität des Tages aus.
Der Preisvergleich: Was ist wirklich enthalten?
Ein seriöser Preisvergleich für einen Schnorchelausflug in Marsa Alam funktioniert nicht über die Endsumme allein. Man muss die Leistungen nebeneinanderlegen. Sonst vergleicht man einen gut ausgestatteten Tagesausflug mit einem Basispaket, bei dem jede zweite Leistung später ergänzt wird.
| Kostenpunkt | Oft enthalten | Häufig separat zu prüfen |
|---|---|---|
| Hoteltransfer | Bei Hotels in der näheren Umgebung | Aufpreis für abgelegene Anlagen |
| Schnorchelausrüstung | Maske, Schnorchel und Flossen bei Bootstouren | Größen, Zustand und Verfügbarkeit |
| Verpflegung | Mittagessen und einfache Getränke bei Tagestouren | Sonderkost, zusätzliche Getränke |
| Guide | Bei geführten Ausflügen meist vorgesehen | Sprache und Gruppengröße |
| Zugang zum Zielgebiet | Je nach Veranstalter teilweise eingerechnet | Strand-, Schutzgebiets- oder Nationalparkgebühren |
| Liege und Sonnenschirm | Teilweise bei Strandzielen | Nicht an jedem Abschnitt enthalten |
| Trinkgeld | Normalerweise nicht im Grundpreis | Für Guide und Bootscrew einplanen |
| Versicherung | Nicht automatisch Bestandteil jedes Angebots | Bedingungen vor der Buchung prüfen |
Diese Tabelle ist kein Bürokratieblock, sondern eine einfache Schadensaufnahme. Wenn drei Angebote auf den ersten Blick ähnlich teuer wirken, entscheidet oft genau diese Liste darüber, welches am Ende wirklich günstiger ist.
Besonders bei Strandzielen wie der Abu-Dabbab-Bucht können Eintritts- oder Nationalparkgebühren anfallen. Je nach Anbieter und enthaltenen Leistungen ist der Zugang unterschiedlich geregelt. Sonnenliege und Sonnenschirm können eingeschlossen sein, müssen es aber nicht. Auch die Preise für Schnorchelausrüstung direkt am Strand lassen sich nicht pauschal angeben. Resort, Strandabschnitt und Verleiher machen hier einen deutlichen Unterschied.
Prüfen Sie deshalb vor der Buchung drei konkrete Formulierungen:
- Ist der Eintritt zum Strand oder Schutzgebiet ausdrücklich enthalten?
- Wird die Ausrüstung gestellt oder nur gegen zusätzliche Gebühr verliehen?
- Fährt der Transfer vom eigenen Hotel ohne Aufpreis ab?
Wenn die Antwort im Angebot nicht klar zu finden ist, sollte man nachfragen. Nicht jeder unklare Punkt wird später automatisch kundenfreundlich ausgelegt. Das Gebäude macht es genauso: Wo die Abdichtung nicht beschrieben ist, ist sie meistens auch nicht ausgeführt.
Transfers: Der meist unterschätzte Kostenfaktor
Marsa Alam ist kein kompakter Ferienort, in dem jedes Hotel wenige Minuten vom Hafen entfernt liegt. Die Anlagen ziehen sich über eine lange Küstenstrecke. Zwischen Hotel, Strand, Hafen und Zielgebiet können beträchtliche Entfernungen liegen.
Für Hotels in abgelegenen Bereichen erheben viele Veranstalter einen Transferaufschlag. Das betrifft beispielsweise Anlagen in Richtung Wadi Lahmy, aber auch Unterkünfte nördlich oder südlich des eigentlichen Ausgangspunkts. Die Höhe variiert deutlich. Sie hängt von Strecke, Fahrzeug, Gruppengröße und Veranstalter ab.
Bei der Budgetplanung sollten Sie daher nicht nur den Namen des Hotels, sondern auch den Abholort angeben. Ein Angebot, das für Marsa Alam ausgeschrieben ist, gilt nicht automatisch für jede Anlage in der Region. Das ist ein häufiger Denkfehler.
So vermeiden Sie Überraschungen beim Transfer
1. Hotelname vollständig angeben. Nicht nur den Ort, sondern die konkrete Anlage.
2. Abholzeit bestätigen lassen. Sehr frühe Abfahrten können bei langen Strecken normal sein.
3. Rückfahrt klären. Bei manchen Touren endet der Transfer an einem Sammelpunkt oder Hafen.
4. Auf private oder geteilte Fahrzeuge achten. Ein privater Transfer kostet meist mehr, ist aber flexibler.
5. Zusatzkosten schriftlich bestätigen lassen. Eine kurze Nachricht vor der Buchung ist besser als eine Diskussion am frühen Morgen.
Die Transferfrage ist besonders wichtig bei Familien, älteren Reisenden und Urlaubern mit eingeschränkter Beweglichkeit. Ein langer Weg zum Hafen, ein wackeliger Einstieg ins Boot und mehrere Stunden auf See sind keine Kleinigkeiten. Der günstigste Ausflug ist nicht automatisch der vernünftigste.
Eintritt, Ausrüstung und Nationalparkgebühren
Bei einem Ausflug zu einem geschützten Meeresgebiet können zusätzliche Gebühren anfallen. Für die Abu-Dabbab-Bucht werden je nach Anbieter und Leistungsumfang Eintritts- oder Nationalparkgebühren erhoben. Die genaue Höhe kann sich ändern und ist nicht bei jedem Veranstalter gleich dargestellt.
Das hat zwei Konsequenzen. Erstens sollten Sie Gebühren nicht einfach als festen landesweiten Einheitspreis betrachten. Zweitens muss klar sein, ob der Veranstalter sie bereits im Angebot berücksichtigt oder vor Ort kassiert.
Bei der Ausrüstung sieht es ähnlich aus. Eine Bootstour enthält häufig Maske, Schnorchel und Flossen. Das bedeutet aber nicht, dass jedes Set in jeder Größe verfügbar ist oder hygienisch und technisch dem eigenen Anspruch entspricht. Wer eine empfindliche Passform braucht, sollte die eigene Maske mitnehmen. Eine schlecht sitzende Maske macht aus einem entspannten Schnorchelgang eine permanente Reparaturmaßnahme am Gesicht.
Eigene Ausrüstung oder Verleih?
Die Entscheidung hängt davon ab, wie oft Sie schnorcheln und wie wichtig die Passform ist.
Eigene Ausrüstung ist sinnvoll, wenn:
- Sie regelmäßig im Urlaub schnorcheln.
- Sie bereits eine gut sitzende Maske besitzen.
- Sie bei Flossen oder Schnorchel besondere Anforderungen haben.
- Sie hygienische und praktische Kontrolle bevorzugen.
Der Verleih reicht oft aus, wenn:
- Sie nur einen einzelnen Ausflug planen.
- Ihr Gepäck begrenzt ist.
- Sie keine Erfahrung mit eigener Ausrüstung haben.
- der Veranstalter hochwertige Sets in mehreren Größen bereitstellt.
Die Frage nach den Preisen für den Schnorchelausrüstungsverleih lässt sich nicht mit einer einzigen Zahl beantworten. Resort, Strandabschnitt, Qualität und Mietdauer beeinflussen die Kosten. Auch deshalb ist es sinnvoll, die Ausrüstung als Bestandteil des Gesamtpakets zu bewerten und nicht isoliert auf den Tagespreis zu schauen.
Trinkgeld für Guide und Bootscrew
Trinkgeld gehört bei geführten Ausflügen in Ägypten üblicherweise nicht zum Basispreis. Für Reiseleiter und Bootscrew ist ein Betrag im niedrigen einstelligen Eurobereich pro Person üblich. Wer mit der Betreuung, Sicherheitseinweisung oder Organisation zufrieden war, sollte diesen Posten einplanen.
Das Trinkgeld ist kein Ersatz für eine ordentliche Leistung. Es sollte aber auch nicht erst dann bedacht werden, wenn alle anderen Ausgaben bereits verteilt sind. Bei einer Bootscrew arbeiten mehrere Menschen im Hintergrund: Kapitän, Matrosen, Küchenpersonal und Guide. Nicht jeder steht den ganzen Tag sichtbar neben dem Schnorchelplatz.
Für die persönliche Budgetplanung genügt eine kleine Reserve für:
- Trinkgeld für Guide und Bootscrew,
- zusätzliche Getränke,
- Ausrüstungsgebühren,
- Strand- oder Schutzgebietseintritt,
- Transferaufschläge,
- kleine Ausgaben am Hafen.
Damit bleibt der Ausflug kalkulierbar. Wer nur den beworbenen Grundpreis zurücklegt und keinerlei Puffer einplant, hat zwar mathematisch recht, praktisch aber schnell nasse Füße. Und zwar nicht im Meer.
Welche Tour passt zu welchem Budget?
Ein realistisches Budget für das Schnorcheln in Marsa Alam beginnt nicht mit einer festen Summe, sondern mit der gewünschten Art des Tages. Die folgende Einteilung hilft bei der Vorauswahl.
Das einfache Budget
Wer möglichst günstig schnorcheln möchte, wählt einen kurzen Uferausflug oder ein Ziel mit geringer Transferdistanz. Die Leistungen sind meist überschaubar: Transfer, Guide und Erfrischung. Zusätzliche Gebühren können trotzdem anfallen.
Diese Variante passt zu Urlaubern, die keinen ganzen Tag auf dem Boot verbringen möchten oder nur einen ersten Eindruck vom Roten Meer suchen. Sie ist auch für Familien interessant, wenn kleine Kinder oder unerfahrene Schnorchler dabei sind.
Das mittlere Budget
Hier liegen klassische Bootstouren mit mehreren Schnorchelstopps, Mittagessen und Ausrüstung. Die Tour dauert meist den ganzen Tag und führt zu einem weiter entfernten Riff oder einer Inselgruppe.
Das ist für viele Reisende der vernünftigste Mittelweg. Man bekommt mehr als bei einem kurzen Strandbesuch, ohne gleich eine mehrtägige Expedition zu buchen. Voraussetzung ist, dass alle Teilnehmer längere Zeit auf dem Wasser gut vertragen.
Das größere Budget
Mehr Ausgaben entstehen bei privaten Booten, langen Transfers, speziellen Schutzgebieten oder Übernachtungstouren. Dafür gibt es mehr Flexibilität, längere Aufenthalte und häufig weniger Zeitdruck.
Eine Übernachtungstour zum Sataya-Riff lohnt sich vor allem für Menschen, die das Schnorcheln als Schwerpunkt des Urlaubs betrachten. Wer lediglich einmal eine Meeresschildkröte sehen und danach wieder am Pool liegen möchte, braucht diesen Aufwand nicht zwingend.
Reisezeit und Wetter: Der Preis ist nicht der einzige Faktor
Die empfohlenen Reisezeiten für Marsa Alam liegen häufig im Frühjahr sowie im frühen Herbst, insbesondere zwischen März und Mai und erneut zwischen September und November. In diesen Zeiträumen sind die Bedingungen für viele Urlauber angenehm, wobei Wetter, Wind und Wellengang immer schwanken können.
Die Lufttemperatur liegt in den günstigen Monaten im Durchschnitt ungefähr im mittleren bis oberen Zwanzigerbereich. Das allein sagt jedoch wenig über die Bedingungen unter Wasser. Windrichtung, Strömung und Sichtweite können den Ausflug stärker beeinflussen als die Temperatur am Hotelpool.
Eine Tour mit kostenloser Umbuchungs- oder Stornierungsregel kann deshalb wertvoller sein als ein minimal günstigeres Angebot ohne Flexibilität. Gerade Bootsausflüge hängen vom Seegang ab. Wenn der Veranstalter die Tour aus Sicherheitsgründen verschiebt, ist das kein schlechter Service, sondern vernünftige Betriebsführung.
Auch die eigene Kondition gehört zur Planung. Wer schnell seekrank wird, sollte eine kürzere Tour oder ein geschützteres Küstenziel prüfen. Medikamente gegen Reisekrankheit gehören gegebenenfalls vorher in die Reiseplanung, nicht erst nach dem ersten Wellengang. Das Meer wartet nicht auf die nachträgliche Ursachenanalyse.
Warum Sichtungsgarantien unseriös sind
Delfine, Dugongs und Meeresschildkröten sind die großen Zugpferde vieler Angebote. Die Tiere machen die Region zweifellos attraktiv. Eine Garantie für eine Sichtung kann es bei freilebenden Tieren aber nicht geben.
Das betrifft besonders das Dolphin House und das Gebiet um Marsa Mubarak. Veranstalter kennen die üblichen Aufenthaltsbereiche und fahren mit Erfahrung zu den passenden Stellen. Trotzdem bleiben die Tiere unberechenbar. Sie können weitergezogen sein, tiefer tauchen oder sich wegen des Bootsverkehrs zurückziehen.
Bei einer Buchung sollte daher zwischen drei Aussagen unterschieden werden:
- Das Boot fährt zu einem Gebiet, in dem bestimmte Tiere häufig vorkommen.
- Der Guide sucht nach den Tieren und kennt typische Aufenthaltsbereiche.
- Die Tiere werden garantiert gesichtet.
Nur die ersten beiden Aussagen sind seriös formulierbar. Die dritte ist ein Verkaufsversprechen, keine naturwissenschaftliche Tatsache.
Ein guter Ausflug wird nicht dadurch schlecht, dass ein wildes Tier seinen eigenen Tagesplan hat. Schlecht ist nur, wenn vorher etwas anderes versprochen wurde.
Meine praktische Kalkulation für den Urlaub
Ich würde für einen Schnorchelausflug in Marsa Alam nicht mit einer einzelnen Zahl rechnen, sondern mit drei Ebenen:
1. Grundpreis der Tour: Uferausflug, Bootstour, Tagesfahrt oder Mehrtagestour.
2. Mögliche Zusatzkosten: Transfer, Eintritt, Ausrüstung und Sonderleistungen.
3. Kleine Reserve: Trinkgeld, Getränke und spontane Ausgaben.
Für eine einfache Tour reicht häufig ein überschaubares Budget im unteren Bereich. Eine ganztägige Bootstour zu Hamata, Sataya oder einem vergleichbaren Ziel liegt deutlich höher. Eine Übernachtungstour ist nochmals eine eigene Kategorie. Diese Einteilung ist belastbarer als eine scheinbar exakte Preisliste, weil sich Angebote, Saison und Transferbedingungen verändern.
Beim Vergleich der Angebote würde ich in dieser Reihenfolge vorgehen:
- Zielgebiet und Dauer feststellen.
- Abfahrtsort und Hoteltransfer prüfen.
- Enthaltene Leistungen markieren.
- Zusatzgebühren für Strand oder Nationalpark klären.
- Ausrüstung und Verpflegung vergleichen.
- Stornierungs- und Wetterregelung lesen.
- Erst danach den Endpreis bewerten.
So bleibt die Budgetplanung für Ägypten beim Schnorcheln realistisch. Sie wissen, wofür Sie bezahlen und welche Positionen noch offen sind.
Fazit: Der beste Preis ist der transparente Preis
Die Preise für Schnorchelausflüge in Marsa Alam reichen von einfachen, kurzen Uferangeboten bis zu umfangreichen Bootstouren mit mehreren Stopps oder Übernachtung. Einen allgemein gültigen Betrag gibt es nicht. Dafür sind Ziel, Entfernung, Dauer und Leistungsumfang zu unterschiedlich.
Wer günstig buchen möchte, sollte kurze Wege und klar beschriebene Leistungen wählen. Wer Hamata, Sataya, Dolphin House oder Marsa Mubarak besuchen will, muss mehr Zeit und ein größeres Budget einplanen. Zusätzliche Gebühren für Transfers, Schutzgebiete und Ausrüstung gehören in die Rechnung. Trinkgeld ebenfalls.
Meine Empfehlung ist schlicht: Buchen Sie nicht den niedrigsten ausgeschriebenen Preis, sondern das Angebot mit der saubersten Leistungsbeschreibung. Ein transparenter Ausflug kostet vielleicht etwas mehr als ein Lockangebot. Dafür bleibt die Überraschung dort, wo sie hingehört: bei der Meeresschildkröte unter Wasser und nicht auf der Rechnung am Hafen.
Praktische Hinweise
Währung: EGP
Verkehr: rechts