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Eine Kolumne von Gereon Thielen

Meldung

Gebäudesicherheit und Haustechnik zentral über eine App steuern

512 Meldebereiche auf einen Blick – Tekko bringt, wie elektro.net berichtet, mit dem Gewerkcontroller „TC 0" Einbruch-, Brand- und Wassermelder auf eine gemeinsame Plattform mit der Gebäudeautomation.

Gereon Thielen, Experte für ganzheitlichen Gebäudeunterhalt und Handwerksmeister·aktualisiert 07. September 2026

Gebäudesicherheit und Haustechnik zentral über eine App steuern

Der Controller koppelt zertifizierte Gefahrenmeldeanlagen von Telenot über einen RS485-Bus direkt an die Haustechnik – für Neu- und Bestandsbauten, privat wie gewerblich. Damit verschwindet eine der hartnäckigsten Baustellen in der Immobilientechnik: die getrennte Steuerung von Sicherheit und allem anderen.

Drei Systeme, drei Wartungszyklen – ein Auslaufmodell

Die Praxis sieht in vielen Objekten so aus: Die Einbruchmeldeanlage läuft über einen eigenen Bus, die Brandmeldeanlage über einen zweiten, und die Gebäudeautomation steuert daneben Beleuchtung, Jalousien und HLK. Drei Systeme, drei Ansprechpartner, drei Wartungsintervalle. Im Störfall muss der Verantwortliche erst klären, welches System was gemeldet hat. Fakt ist: Diese Insellösungen sind ein Kostengrab – und ein Sicherheitsrisiko, weil niemand wirklich den Überblick hat.

Der „TC 0" setzt genau hier an. Der Hutschienen-Controller bindet über RS485 Gefahrenmeldeanlagen ein – etwa die Zentrale „hiplex 8400H" von Telenot. Anschließbar sind Bewegungs- und Rauchwarnmelder, Fenster- und Türkontakte, Wasser- und technische Melder, bis zu 16 Videokameras und RFID-Zutrittsleser. Für funk-basierte Installationen steht das Gateway „FGW230" bereit. Schnittstellen: RJ45-Ethernet, RS485, USB, WLAN – dazu vier digitale Eingänge und zwei digitale Ausgänge. Ein Einrichtungsassistent führt durch die Erstkonfiguration. Kurz: Alles, was in einem modernen Objekt an Meldern hängt, läuft über eine Plattform.

Von der App bis zur Push-Nachricht im Alarmfall

Die Bedienung erfolgt über die Tekko-App auf Smartphone oder Tablet. Bis zu 512 Meldebereiche lassen sich einzeln darstellen, Kamerabilder einblenden und der Batteriestatus der Melder abrufen. Im Alarmfall informiert das System Verantwortliche per Push-Nachricht, E-Mail oder Caller Service. Passwortgeschützte Zugänge mit Rechteverwaltung schützen vor Fehlbedienungen.

Was in der Praxis zählt: Verschiedene Alarmzonen mit zeitgesteuerter Automatisierung, Anwesenheitssimulation, Panikfunktion, Meldung geöffneter Türen und Fenster sowie Kindersicherung. Alle Ereignisse werden protokolliert und sind jederzeit einsehbar. Für den Gebäudeverwalter heißt das: Jeder Melderzustand ist nachvollziehbar, ohne dass drei Dienstleister ihre eigenen Logbücher führen.

Wer den „TC 0" mit den Displaycontrollern „TC 1", „TC 5" oder „TC 10" kombiniert, bindet Sicherheitstechnik vollständig in die Gesamtautomation ein – Beleuchtung, Klima, Beschattung, Energiemanagement und Multimedia laufen dann über eine gemeinsame Steuerung. Tekko und Telenot stellen das System vom 22. bis 25. September 2026 auf der Security Essen vor, Halle 7, Stand 7E12.

Der Markt zieht nach – Prüfpflicht inklusive

Die Richtung ist klar: Sicherheitstechnik und Gebäudeautomation wachsen zusammen. Burkhalter hat kürzlich den Schweizer Spezialisten für Gebäudeautomation AZ Systems übernommen – ein weiterer Schritt in Richtung integrierter Lösungen. Parallel rückt ein Thema in den Vordergrund, das viele Eigentümer unterschätzen: die gesetzliche Prüfpflicht für elektrische Anlagen. Piepenbrock hat bei Kesseböhmer bereits rund 600 Produktionsmaschinen und Bürogeräte auditiert, inklusive Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Der Gebäudedienstleister betont, damit Sicherheit für Mitarbeiter zu schaffen und Ausfälle zu reduzieren.

Prüfen Sie zuerst, welche Meldesysteme in Ihrem Gebäude noch als Insellösung laufen. Ein Gewerkcontroller wie der „TC 0" ist kein Nice-to-have – er ist der logische nächste Schritt, wenn Einbruch-, Brand- und Wasserschutz endlich auf einer gemeinsamen Plattform laufen sollen. Und spätestens bei der nächsten gesetzlichen Prüfung werden Sie froh sein, wenn alle Ereignisse sauber protokolliert und jederzeit abrufbar sind.